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YouTube-Einnahmen: was man verdient, was man versteuert, wann sich eine Firma lohnt

Rechne deine YouTube-Einnahmen pro Monat und Jahr aus, mit offenen Annahmen je Nische und Publikum, inklusive der neuen Shorts-Regel ab Februar 2027. Danach: was du in Deutschland, Österreich oder der Schweiz versteuerst und wo legal mehr übrig bleibt.

Stand · 7 Min. Lesezeit · Quellen: YouTube-Hilfe, IRS, Finanzbehörden

Dein YouTube-Rechner

RPM · 2026-10
Du lebst in
Nische
Geschätzt pro Monat
79 € – 430 €

pro Jahr 950 € – 5.200 €

Langvideos
77 € – 430 €
Shorts
2 € – 4 €

Ab 1. Februar 2027 zahlt YouTube Shorts-Einnahmen nur ab 10 Mio. Shorts-Aufrufen in 90 Tagen. Mit deinen Zahlen wären das 0, dann ca. 77 € – 430 € pro Monat.

Schätzung, keine Zusage. Nur Werbe- und Premium-Anteil im Partnerprogramm, vor Steuern. Deinen echten RPM siehst du in YouTube Studio.

Kurzantwort

Wie viel du als YouTuber verdienst, ergibt sich aus Aufrufen mal RPM, dem Umsatz pro 1.000 Aufrufe nach dem Anteil von YouTube. YouTube zahlt Creatorn 55 % der Werbeeinnahmen aus Langvideos und veröffentlicht keine Durchschnittswerte. Mit unseren Annahmen bringen 100.000 Aufrufe im Monat (20 % Shorts, Unterhaltung, Publikum aus dem DACH-Raum) etwa 79 € bis 430 €. Versteuert wird im Wohnsitzland, und für US-Zuschauer verlangt Google das Formular W-8BEN.

01

Ab wann zahlt YouTube?

Geld von YouTube gibt es nur im YouTube-Partnerprogramm. Es hat zwei Stufen:

Schwellen im YouTube-Partnerprogramm
StufeSchwelleWas du bekommst
Fan-Funding500 Abonnenten, 3 Uploads in 90 Tagen, 3.000 Stunden in 12 Monaten oder 3 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen70 % aus Mitgliedschaften, Super Chat, Super Stickers, Super Thanks
Werbeeinnahmen1.000 Abonnenten und 4.000 Stunden in 12 Monaten oder 10 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen55 % der Werbeeinnahmen aus Langvideos, 45 % deines Anteils am Shorts-Topf
Neu ab 01.02.2027neue Bewerber: 1.000 Abonnenten und 8.000 Stunden oder 20 Mio. Shorts-Aufrufe in 90 Tagen; bestehende Partner bleibenShorts-Anteil nur bei laufend 10 Mio. Shorts-Aufrufen in 90 Tagen

Quellen: YouTube Help, YPP eligibility, expanded YPP, partner earnings overview, YPP changes 2027 · Stand 15.10.2026

02

Wie viel zahlt YouTube pro 1.000 Aufrufe?

RPM ist dein Umsatz pro 1.000 Videoaufrufe nach dem Anteil von YouTube. CPM ist, was Werbetreibende für 1.000 Anzeigen zahlen, vor dem Anteil von YouTube. Für deine Planung zählt der RPM. YouTube veröffentlicht keine Durchschnittswerte, deshalb arbeitet unser Rechner mit offenen Annahmen aus Branchendaten (300 Kanäle, Studio-Daten Mai 2025 bis Mai 2026):

RPM-Annahmen je Nische
NischeLangvideo-RPM (USD, weltweit gemischt)
Gaming0.70 – 3.50
Unterhaltung0.90 – 5.00
Lifestyle & Vlog1.50 – 5.00
Tech0.70 – 4.00
Bildung2.00 – 12.00
Finanzen & Business1.00 – 8.00

Das Publikum verschiebt die Spanne: USA und Kanada etwa × 1,8, Großbritannien × 1,4, DACH × 1,2, Hongkong und Taiwan × 0,9, Südostasien × 0,4. Saison, Videolänge und Werbeblocker sind nicht eingerechnet; im Januar liegt der RPM meist deutlich unter November.

Quellen: YouTube Help, RPM, partner earnings, AIR Media-Tech, RPM 2026 · Annahmen, keine amtlichen Werte

03

Shorts oder Langvideos: was ab 2027 zählt

Shorts bringen pro Aufruf nur einen Bruchteil, meist 0,01 bis 0,30 US-Dollar pro 1.000 Aufrufe. Ab 1. Februar 2027 zahlt YouTube Shorts-Einnahmen nur noch an Kanäle mit 10 Mio. Shorts-Aufrufen in 90 Tagen. Wer darunter liegt, bleibt im Partnerprogramm und verdient mit Langvideos weiter. Für die meisten Kanäle heißt das: Planung über Langvideos, Shorts als Reichweite.

Quellen: YouTube Help, YPP changes 2027, AIR Media-Tech, Shorts RPM

04

Was du versteuerst

Zwei Ebenen: Zuhause versteuerst du dein Einkommen nach den Regeln deines Wohnsitzlandes. Und für Einnahmen von US-Zuschauern behält Google US-Quellensteuer ein, wenn das Steuerformular fehlt oder nicht passt (siehe Abschnitt 5). Wähle oben im Rechner dein Land:

Deutschland 2026
ThemaSchwelle oder RegelQuelle
Einkommensteuererst über dem Grundfreibetrag von 12.348 € (§ 32a EStG)amtlich
UmsatzsteuerKleinunternehmer bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr (§ 19 UStG)amtlich
Gewerbelaut Finanzministerium Baden-Württemberg haben Influencer ein Gewerbe; Gewerbesteuer-Freibetrag 24.500 € Gewerbeertrag (§ 11 GewStG)amtlich
SachleistungenGratisprodukte, Reisen und Hotelübernachtungen zählen mit ihrem Marktwertamtlich

Keine Steuerberatung: Für deine Steuererklärung brauchst du eine Steuerberatung in deinem Land. Die Zahlen helfen dir, rechtzeitig zu erkennen, wann es ernst wird.

Quellen: YouTube Help, US tax requirements, Steuerguide Influencer, Finanzministerium Baden-Württemberg · Stand 15.10.2026

05

Wo legal mehr übrig bleibt

Zwei Hebel, beide ehrlich:

  1. Das richtige US-Steuerformular. Ohne Angaben kann Google bei Privatpersonen 24 % der weltweiten Einnahmen einbehalten. Mit W-8BEN (Privatperson) oder W-8BEN-E (Firma) sind es nur auf Einnahmen von US-Zuschauern 0 bis 30 %, je nach Abkommen. Das ist die schnellste Ersparnis. Welches Formular du brauchst: Formular-Finder
  2. Der Sitz der Firma. Wächst der Kanal zum Unternehmen, zahlt eine Firma die Steuer ihres Sitzes: Hongkong 8,25 % auf die ersten 2 Mio. HKD und 16,5 % darüber, nur auf Gewinne aus Hongkong; Singapur 17 %; eine US-LLC mit ausländischem Inhaber ist in der Regel transparent. Weniger Steuer insgesamt zahlst du nur, wenn Wohnsitz und Geschäftsführung dazu passen; wer in Deutschland lebt und die Firma von dort führt, zahlt in Deutschland.
Steuer der Firma im Vergleich
Sitz der FirmaSteuer der FirmaPasst, wenn …
Hongkong8,25 % / 16,5 %Geld aus vielen Ländern kommt
Singapur17 %Marken in Südostasien sitzen
USA (LLC)in der Regel transparentvor allem US-Plattformen und US-Marken zahlen

Quellen: IRS, W-8BEN, W-8BEN-E, Hong Kong IRD, IRAS

06

Wann sich eine Firma lohnt

Für AdSense allein meist nicht. Eine Firma lohnt sich, sobald ein Anlass dazukommt: eine Marke will mit einer Firma abrechnen, Geld kommt aus mehreren Plattformen und Ländern, du bezahlst ein Team, oder du ziehst ins Ausland. Dann bündelt eine Firma alles auf einem Geschäftskonto und macht dich für Marken zum Vertragspartner auf Augenhöhe.

Creator-Check: Firma ja oder nein, und wenn ja, wo?
Vier Fragen, Ergebnis sofort, ohne E-Mail.

Zum Creator-Check →

Häufige Fragen zu YouTube-Einnahmen

Wie viel verdient man mit 1.000 Aufrufen auf YouTube?

Das zeigt der RPM: dein Umsatz pro 1.000 Aufrufe nach dem Anteil von YouTube. YouTube veröffentlicht keine Durchschnittswerte. Unser Rechner nimmt für Langvideos etwa 0,70 bis 12 US-Dollar an, je nach Nische und Publikum, für Shorts etwa 0,01 bis 0,30 US-Dollar. Deinen echten RPM siehst du in YouTube Studio unter Analytics, Einnahmen.

Ab wann verdient man mit YouTube Geld?

Werbeeinnahmen gibt es im YouTube-Partnerprogramm: derzeit ab 1.000 Abonnenten und 4.000 öffentlichen Wiedergabestunden in 12 Monaten oder 10 Mio. Shorts-Aufrufen in 90 Tagen. Ab 1. Februar 2027 brauchen neue Bewerber 8.000 Wiedergabestunden oder 20 Mio. Shorts-Aufrufe. Mitgliedschaften und Super Chat gibt es schon ab 500 Abonnenten mit drei Uploads in 90 Tagen und 3.000 Stunden oder 3 Mio. Shorts-Aufrufen.

Wie viel verdient man mit 1 Million Aufrufen?

Mit 1 Million Langvideo-Aufrufen und weltweit gemischtem Publikum rechnet unser Rechner mit etwa 700 bis 12.000 US-Dollar, je nach Nische: Gaming eher unten, Bildung eher oben. Publikum aus den USA oder Kanada liegt höher, aus Südostasien niedriger. Shorts bringen bei gleicher Zahl deutlich weniger.

Was bringen YouTube Shorts?

Wenig pro Aufruf: Creator erhalten 45 % ihres Anteils am Shorts-Topf, das sind laut Branchendaten meist 0,01 bis 0,30 US-Dollar pro 1.000 Aufrufe. Ab 1. Februar 2027 zahlt YouTube Shorts-Einnahmen nur noch an Kanäle mit 10 Mio. Shorts-Aufrufen in 90 Tagen. Langvideo-Einnahmen laufen darunter normal weiter.

Ab wann muss man YouTube-Einnahmen versteuern?

Vom ersten Euro an gehören sie in die Steuererklärung; ob Steuer anfällt, hängt vom Gesamteinkommen ab. In Deutschland gilt 2026 der Grundfreibetrag von 12.348 €, Kleinunternehmer bei der Umsatzsteuer bist du bis 25.000 € Umsatz im Vorjahr und 100.000 € im laufenden Jahr. In Österreich bleibt Einkommen bis 13.539 € im Tarif bei 0 %, in der Schweiz deklarierst du Plattform-Einkünfte ab dem ersten Franken.

Welches Steuerformular braucht YouTube von mir?

Als Privatperson außerhalb der USA gibst du in AdSense das Formular W-8BEN ab, eine Firma außerhalb der USA das W-8BEN-E. Mit gültigen Angaben behält Google nur auf Einnahmen von US-Zuschauern 0 bis 30 % ein, je nach Doppelbesteuerungsabkommen. Ohne Angaben können es 24 % der weltweiten Einnahmen sein.

Wo sehe ich meine YouTube-Einnahmen?

In YouTube Studio unter Analytics, Einnahmen. Dort stehen dein RPM, der CPM der Werbung und die Einnahmen nach Quelle. Ausgezahlt wird über AdSense.

Lohnt sich eine Firma für YouTuber?

Nicht für AdSense allein. Sie lohnt sich, wenn Brand Deals über eine Firma laufen sollen, mehrere Einnahmequellen zusammenkommen, du ein Team bezahlst oder ins Ausland ziehst. Eine Firma in Hongkong zahlt 8,25 % bzw. 16,5 % auf Gewinne aus Hongkong; ob insgesamt weniger Steuer anfällt, entscheiden dein Wohnsitz und der Ort, von dem aus die Firma geführt wird. Der Creator-Check zeigt das in einer Minute.

Prüfvermerk

Redaktion
Strasia Group
Stand
Nächste Prüfung
Februar 2027 (neue YouTube-Regeln), Annahmen im April 2027

Dein Kanal wächst zum Unternehmen?

Im kostenlosen Erstgespräch (60 Minuten) klären wir, ob eine Firma in Hongkong, den USA oder Singapur zu deinem Wohnsitz und deinen Einnahmen passt, und sagen dir auch, wenn du keine brauchst.

Weiterlesen: Was eine Hongkong-Firma kann und was nicht · US-LLC: Form 5472 · Alle Ratgeber

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